Ein Mord, den es nie gab

Wie eine falsche Geschichte einen echten Mord aufklärte

Ein junger Mann verschwindet nach einer Nacht in Bernkastel-Kues. Wochen später wird seine Leiche auf einer abgelegenen Wiese im Saarland gefunden.

Die Ermittler stehen zunächst vor einem Rätsel. Es gibt kein erkennbares Motiv, keine heiße Spur und keinen Hinweis darauf, wie das Opfer an den späteren Fundort gelangte. Selbst eine Fahndung bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“ bringt zunächst keinen Durchbruch.

Dann erreicht die Polizei eine ungewöhnliche Information: Zwei junge Männer sollen einen Mord in Trier begangen haben.

Nur – diesen Mord hat es nie gegeben.

Trotzdem führt ausgerechnet diese falsche Geschichte die Ermittler zurück zu einem Mann, den sie bereits zuvor überprüft hatten. Wenig später beginnt einer der Beteiligten zu reden.

„Ein Mord, den es nie gab“ erzählt von einem außergewöhnlichen Ermittlungsweg, einer zufälligen Begegnung mit tödlichen Folgen und einer Frage, auf die selbst der damalige leitende Ermittler Jahrzehnte später keine Antwort hat:

Warum?

Ein FALLWERK Kurzfall.

Quellen: Für diesen Kurzfall wurden zeitgenössische Dokumentationen sowie spätere journalistische Rekonstruktionen ausgewertet. Bei voneinander abweichenden Angaben wurden strittige Details nicht als gesicherte Tatsachen übernommen.